Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Die Quatschecke
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Schollega
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Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Schollega » Di 30. Mai 2017, 00:05

Wie das Thema begann - ungekürzt und natürlich nicht verändert. Verschoben um die Übersichtlichkeit im eigentlichen Thema zu wahren.

Hendrik:
Mal eine Frage,
ich habe nun seit einiger Zeit das Problem, dass neue Batterien nach sehr kurzer Zeit ihren Geist aufgeben. Und zwar gefühlt recht aprupt.
Weiterhin "kochen" sie beim fahren. Zumindest verliere ich durch den Entlüftungsschlauch Säure.
Mein Verdacht ist, dass die Vibrationen (ES 250/1) daran nicht unschuldig sind.
Ladespannung beträgt mit Licht ca. 7,3 Volt, der Regler arbeitet zumindest augenscheinlich korrekt.
Die rote Lampe geht aus und glimmt auch nicht bei höherer Drehzahl.
Ich bin ein wenig ratlos, da ich sonst auch keine Fehlfunktionen feststellen kann.

Gestern war die Batterie nach nach 15 km (Abfahrt bei Guido, da war alles normal) einfach alle. Danach bin ich mit Anschieben weiter gefahren, keinerlei Probleme. Licht Blinker, alles geht. Nur die Batterie hatte zu Hause nur noch 2,3 V.

Kann es sein, dass die neuen Batterien mechanisch durch die Schwingungen kaputt gehen?

Grüße Hendrik

Gunnar:
Zu Deiner Frage kann ich wenig sagen bzw. könnte ich nur spekulieren.
Die Säuresammler sind bei mir alle in Rente geschickt worden. Erstens verlieren sie mir auch zu schnell ihre Kapazität, die Panscherei mit der Säure ist auch nicht so prima und das ständige Neukaufen nervt und ist teurer als der einmalige, höhere Anschuffungspreis für Gel (ok, Original ist es nicht - Asche aufs Haupt).
Die Gel-Dinger halten die Ladung sehr zuverlässig und lange und auch das Gerumpele des Fahrens macht ihnen nichts.
Grüße!

Ronny:
Das Problem ist die Qualität einiger Batterien am Markt.
Ich habe letztes Jahr im IWL-Roller und im MZ-Gespann ähnliche Probleme gehabt.
Dann bin ich hier fündig geworden:
http://www.ebay.de/itm/162425730504
Die perfekte Lösung, weil diese Akkus wirklich sehr gut funktionieren und einiges abkönnen.
Allerdings ist das die Bauart der ES/0, passt so nicht in die spätere /1
Gel-Akkus verbaue ich selbst an Oldtimern nicht.

Grüße

Gunnar:
Warum nicht? Aus ästhetischen Gründen oder hast Du noch andere Gründe?
Grüße

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Steppke
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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Steppke » Di 30. Mai 2017, 18:10

Ästhetische Gründe habe ich nicht.
Es gäbe hier schließlich auch die Möglichkeit, den Gel-Akku in einem Hartgummi-Leergehäuse unterzubringen.
Ich habe hauptsächlich zwei Beweggründe.
Erstens versuche ich mit meinen Fahrzeugen möglichst nah an der ursprünglichen Bauart zu bleiben. Ich verzichte auf LED-Lampen, elektronischen Regler usw. soweit und solange ich kann. Das müssen wir auch nicht diskutieren, es gibt bekanntlich verschiedene Einstellungen zu diesem Thema.
Das Weiteren hat die von mir verbaute Säure-Batterie eine Kapazität von 8 Ah. Das bekommt man mit Gel-Akkus in diesem Leergehäuse nicht hin.
Ich bin letztes Jahr eine längere Distanz mit leuchtender Ladekontrolle nach Ludwigsfelde gefahren. Ein Ersatzteil für den defekten Regler war nicht greifbar. Die 8 Ah juckte das nicht weiter.

Grüße

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Schollega » Mi 31. Mai 2017, 00:39

Steppke hat geschrieben:...
...versuche ich mit meinen Fahrzeugen möglichst nah an der ursprünglichen Bauart zu bleiben. Ich verzichte auf LED-Lampen, elektronischen Regler usw. soweit und solange ich kann. Das müssen wir auch nicht diskutieren, es gibt bekanntlich verschiedene Einstellungen zu diesem Thema.
...

Das sehe ich alles ganz genau wie Du. dhs2 Das einzige Zugeständnis an Wartungsfreiheit ist bei mir aber die Gel-Batterie. Beim Berlin hat man mit dem Ding z.B. eine Kapazität von 12 Ah. Den Nachteil erkenne ich nicht. :-)
Grüße!

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Doc Holliday » Mi 31. Mai 2017, 05:58

Ich muss auch sagen, dass die Bleisammler bei mir alle ausgezogen sind. Ob Schwalbe, AWO oder IWL.
Den Vorteil sehe ich auch in der langen Standzeit der Batterie.

Zu Deinem Thema Hendrik,
wie hoch ist die Ladespannung ohne Licht ? Wenn die Batterie kocht, tippe ich dennoch auf den Regler.
Das kochen deutet meines Erachtens darauf hin, das die Batterie überladen wird.
Schrauben ist keine Kunst, es ist eine Lebenseinstellung

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon XL4723 » Mi 31. Mai 2017, 07:55

Auch ich bin inzwischen beim KR51, dem Berlin und auch dem Yamaha Beluga auf Gelakkus umgestiegen. Hier ist vor allem die geringe Wartung und die "STandfestigkeit" der Akkus für mich ausschlaggebend. Ich hatte mit den letzten Bleiakkus, die ich vorher im KR51 und Beluga gefahren bin, nur Probleme und musste diese fast jährlich ersetzen.
Klar ist eine weitestgehende Originalität super, aber man kann m. M. n. ruhig bei manchen Bauteilen auch mal ein Zugeständnis an positive Weiterentwicklungen wie die Gelakkus machen.
Gruß
Ronald




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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Doc Holliday » Mi 31. Mai 2017, 08:49

Steppke hat geschrieben:Ästhetische Gründe habe ich nicht.
Es gäbe hier schließlich auch die Möglichkeit, den Gel-Akku in einem Hartgummi-Leergehäuse unterzubringen.
Ich habe hauptsächlich zwei Beweggründe.
Erstens versuche ich mit meinen Fahrzeugen möglichst nah an der ursprünglichen Bauart zu bleiben. Ich verzichte auf LED-Lampen, elektronischen Regler usw. soweit und solange ich kann. Das müssen wir auch nicht diskutieren, es gibt bekanntlich verschiedene Einstellungen zu diesem Thema.
Das Weiteren hat die von mir verbaute Säure-Batterie eine Kapazität von 8 Ah. Das bekommt man mit Gel-Akkus in diesem Leergehäuse nicht hin.
Ich bin letztes Jahr eine längere Distanz mit leuchtender Ladekontrolle nach Ludwigsfelde gefahren. Ein Ersatzteil für den defekten Regler war nicht greifbar. Die 8 Ah juckte das nicht weiter.

Grüße



Ronny,

der Bleisammler hat ja einen saustolzen Preis .....

Nun was soll ich sagen, Originalität hin oder her aber wenn ich mir Die von Dir genannte Batterie anschaue bzw die Daten komme ich zu dem Schluss das es wie mit Kanonen auf Spatzen schießen ist. Wozu braucht man 40 A Kurzschlussstrom ??? Du hast keinen Anlasser .... sondern nur eine Batteriezündung. Die Gel Akkus haben zwar immer einen geringeren Kurzschlussstrom aber die Kapazität und "Selbstentladung" sind um weiten besser.
Diese muss aber mit dem Material und den chemischen Prozessen im inneren zusammen hängen.

Alle meine Gel Akkus sind von Panasonic und stammen ursprünglich aus dem Medizin Bereich. Sehr kompakte Bauform, bedenkenloser Einbau in alle Richtungen sowie ein super Preis / Leistungsverhältnis.
Ich habe in meine MZ ES 3 Batterien ( Bleisammler ) binnen von 6 Jahren verbraucht wobei die letzte auch nicht lange gehalten hat ( unter einem Jahr ).
Ich muss aber sagen, wahrscheinlich brauchen die alten Batterien mehr Pflege... zwischenladen, Säurestand prüfen etc.
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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Steppke » Sa 3. Jun 2017, 10:21

Doc Holliday hat geschrieben:komme ich zu dem Schluss das es wie mit Kanonen auf Spatzen schießen ist

Das kann schon sein.


Aber wie ich schon angedeutet habe, diese Diskussion mag ich hier nicht führen.
Die Batterie entspricht in Typ und Optik dem historischen Original.
Das ist für mich der Punkt.
Nur weil der Kurzschlussstrom höher ist, steige ich nicht auf neuzeitliche Komponenten um.
Kanonen auf Spatzen sind für mich elektonische Bauteile am historischen Roller.

Das Problem von Hendreas kann eine Minderwertige Batterie verursachen. Ich hatte schon ähnliche Probleme mit solchen Teilen.
Habe deswegen jetzt auf einen anderen Hersteller umgerüstet und bin mit diesem sehr zufrieden.
Mehr wollte ich auch nicht gesagt haben.

Grüße

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Schollega » Sa 3. Jun 2017, 22:52

Steppke hat geschrieben:...
diese Diskussion mag ich hier nicht führen.
...

Ronny, mach Dir keine Sorgen! Du bist nicht der einzige Mensch, der auf Originalität steht. :-) Ich fahre sogar darauf (ab).
Grüße!

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Steppke » So 4. Jun 2017, 13:07

:-)

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Doc Holliday » So 4. Jun 2017, 14:20

Steppke hat geschrieben:
Doc Holliday hat geschrieben:komme ich zu dem Schluss das es wie mit Kanonen auf Spatzen schießen ist

Das kann schon sein.


Aber wie ich schon angedeutet habe, diese Diskussion mag ich hier nicht führen.
Die Batterie entspricht in Typ und Optik dem historischen Original.
Das ist für mich der Punkt.
Nur weil der Kurzschlussstrom höher ist, steige ich nicht auf neuzeitliche Komponenten um.
Kanonen auf Spatzen sind für mich elektonische Bauteile am historischen Roller.

Das Problem von Hendreas kann eine Minderwertige Batterie verursachen. Ich hatte schon ähnliche Probleme mit solchen Teilen.
Habe deswegen jetzt auf einen anderen Hersteller umgerüstet und bin mit diesem sehr zufrieden.
Mehr wollte ich auch nicht gesagt haben.

Grüße




Also ich habe mal geprüft... mein IWl (ja, auch mit MZ Zündung ) hat eine 8Ah Gelbatterie verbaut. Noch nie nachgeladen und über 3 Jahre alt. Im Winter steht der Roller immer in der nicht frostfreien Halle.

Ronny, wenn man den Roller nicht zerlegt sieht man das auch nicht... aber 370ccm in der AWO ist besser als ein elektronischer Regler.
Bei dieser Art von Originalität tun sich mir Abgründe auf.
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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Schollega » So 4. Jun 2017, 18:28

Den Satz mit AWO und 370 ccm verstehe ich nicht. Das Ding trug doch nicht umsonst die Bezeichnung 425 - meiner Meinung nach also für 250 ccm. :-kr
Grüße!

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Steppke » So 4. Jun 2017, 19:57

Mathias möchte doch weiter dikutieren. Obwohl das jetzt mit dem eigentlichen Thema nichts mehr zu tun hat.
Sei es drum.

Meine Sport hatte (Vergangenheitsform...) einen etwas optimierten Motor mit 380ccm verbaut.
Erstens habe ich nicht behauptet, dass meine AWO original ist (wo steht das???). Es ist einfach ein Eimer zum fahren, zum Spaß haben. Mehr nicht..
Zweitens hat schon mein Vater in den 1950er Jahren seine Sport leistungsgesteigert. Wartburg-Pleul usw. sind bekannte Varianten.
Es handelt sich also um einen zeitgenössischen Umbau mit Familientradition :-) . Abgründe...

Mathias, wie funktioniert eigentlich dein LED-Umbau des Scheinwerfers am IWL-Roller?
Habe das Thema aus irgendeinem Grund im IWL-Forum aus den Augen verloren.
Weitere Anregungen an mich zum Thema bitte per PN. Oder wir machen einen extra Fred zum Thema auf. :-ü

Grüße

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Siebenson » So 4. Jun 2017, 20:53

Ronny, ich hätte mal ein paar Fragen: was hat eine Hubraumvergrößerung mit der alten Familientradition des Einbaus eines Wartburgpleules in einen 4-Takt-Motor zu tun? Warum betreibt man diesen Aufwand?
Wenn denn das schon alte Familientradition ist, ist es dann automatisch original? ;)

Gruß

Swenni

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Schollega
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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Schollega » So 4. Jun 2017, 22:52

Ich wäre für einen neuen Fred zum Thema. :-) Wäre gespannt wie es weitergeht. :-)
Grüße!

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Doc Holliday » Di 6. Jun 2017, 07:40

Nun wie gewünscht ein paar Gedanken von mir zum Thema Originalität ....

aber bevor ich abschweife noch ein paar sachliche Kommentare zum Ursprüngliche Thema der Batterie ...

Ronny du meinst folgendes :

Das Weiteren hat die von mir verbaute Säure-Batterie eine Kapazität von 8 Ah. Das bekommt man mit Gel-Akkus in diesem Leergehäuse nicht hin.
Ich bin letztes Jahr eine längere Distanz mit leuchtender Ladekontrolle nach Ludwigsfelde gefahren. Ein Ersatzteil für den defekten Regler war nicht greifbar. Die 8 Ah juckte das nicht weiter.


Fakt ist, das geht... ich kann Dir das gerne auch belegen. Das habe ich so bei der AWO gelöst. Das Zauberwort heißt Parallel Schaltung. Ich habe 2 Batterie ( Blei Gel ) verwendet und parallel verschaltet um auf die erforderliche Kapazität zu kommen. Passt alles saugend und schmatzend ins Batterie Leergehäuse.

Ok, diese mag nicht zu 100 % dem Original entsprechen doch konnte man sich auch damals nicht dem technologischen Fortschritt verschließen.
Die AWO hatten anfangs noch die Batteriekästen aus Blech. Welche dann noch mal einen Änderung erfuhren, da es Probleme mit Säure gab. In das Bodenblech kam ein Ø 8,5 Loch rein um den Ablauf zu gewährleisten.

Sicherlich lässt sich zu diesem Thema mehr als ausgiebig streiten. Es gibt Sammler, Fanatiker die nur Original Teile verwenden... Selbst Schmiermittel, Öle etc.
Bestes Beispiel ist ein Verfechter der Originalität ...der nur DDR Schrauben, DDR Werkzeug und Schmiermittel verwendet... getreu dem Motto " Ihr verfummelt mir die letzten Originalteile". Im Gegenzug aber Polo Felgen auf dem Trabant und geänderte Bremstrommel.

Legitimiert die Verwendung von DDR Werkzeugen diesen Umbau ? Das heißt solange die Fräse, Gewinderschneider und Bohröl aus DDR Zeiten stammen ist das original ?
Letztendlich muss jeder selbst entscheiden was für ihn tragbar ist und was nicht. Doch soll das Credo kein Manifest sein welches Situationsabhängig auslegbar ist.

Ich gehe davon aus, wenn damals ein Tacho kaputt ging wurde einfach ohne darüber nachzudenken das Folge Exemplar verbaut.
Auch gab es dutzende AWO Umbauten... ob nun am Motor oder an der Maschine an sich. Viele haben die Zündung damals schon auf Batterie Zündung umgebaut da es auch damals schon Probleme mit dem Magneten gab. Auch gab es ja AWO mit 300 bzw 350 cm³ ( siehe AWO Escort oder die GS Modelle ) . Auch wäre das sicherlich ein zeitgenössischer Umbau wenn es ordentlich gemacht ist. Nur eröffnen sich für mich Abgründe wenn man(n) relativ klein kariert ist was die Batterie angeht aber aus einem japanischem Autokolben und Wartburg Pleul einen traditionellen Umbau nach Familien Rezept bewerkstelligt zumal ja die Aussage war:
Steppke hat geschrieben:...
Erstens versuche ich mit meinen Fahrzeugen möglichst nah an der ursprünglichen Bauart zu bleiben. Ich verzichte auf LED-Lampen, elektronischen Regler usw. soweit und solange ich kann. Das müssen wir auch nicht diskutieren, es gibt bekanntlich verschiedene Einstellungen zu diesem Thema.
Schrauben ist keine Kunst, es ist eine Lebenseinstellung

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Schollega » Di 6. Jun 2017, 16:42

Beiträge zu Hendriks Frage/Problem bitte in diesen Fred KLICK.
An dieser Stelle wäre dann Platz für die ungehemmte Diskussion zu diesem Thema.
Grüße!

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Steppke » Di 6. Jun 2017, 18:54

edit,

Mathias hat Recht, ich rüste auf Gel um.
Und auch bei der AWO gelobe ich auch Besserung.
Alles wird gut!

Grüße
Zuletzt geändert von Steppke am Mi 7. Jun 2017, 18:24, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Schollega » Mi 7. Jun 2017, 17:19

Steppke hat geschrieben:...
Es ist mir nämlich ehrlich egal, ob ihr euch LED-Lichter oder Edelstahlschrauben an die Kiste fummelt. Oder für die Zukunft gleich auf E-Motor umrüstet.
...

Ich kann mir ÜBERHAUPT nicht vorstellen, dass das jemand ernsthaft in Erwägung zieht. Bist Du sicher, dass Du Dich nicht im Forum geirrt hast? :-kr
Steppke hat geschrieben:Ich saß letzte Woche am Wieselchen und habe ihn gewartet. Abschmieren, Ölwechsel, Regler nachgestellt und den Säurestand der Batterie kontrolliert. :-)
Alles mit viel Zeit. Genau so wie das schon vor 60 Jahren gemacht wurde. Wunderbar.
...

So machen wir das alle - das ist das Hobby. Toll, oder? :-)

Ronny, tu doch bitte nicht so als wärest Du hier der Einzige, der auf die größtmögliche Originalität achtet. Korrekte Schrauben, baujahrspezifische Anbauteile, die Sammlung von originalen Drucksachen und die Erhaltung der Fahrzeuge im bestmöglichen und authentischen Zustand, sind für (fast) alle Nutzer hier ein sehr, sehr wichtiger Aspekt! Wie wir gerade gesehen haben, hat (fast) jeder hier seine Leiche im Keller - und sei es nur eine Gelbatterie oder auch ein etwas wütenderer AWO Motor. ;)
Wenn ich Dich daran erinnern darf: Du hast von der Liebe zum Detail hier von vielen in diesem Forum schon gut profitiert.

An einer Gelbatterie werden zukünftige Generationen sicher nicht das Verständniss alter Technik verlieren.
Grüße!

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon Siebenson » Mi 7. Jun 2017, 19:21

Ich hab auf das Säuregepansche überhaupt keinen Bock. Allein die Gase greifen alles im Umfeld an. Die Mopedakkus sind qualitativ auch einfach Mist.
Ich stehe grundsätzlich auf absolut original. Ich bin so ein Zurückbauer. Keiner bemerkt, was ich eigentlich für einen Aufwand betrieben habe. Die allgemeine Anerkennung ist deswegen nicht vorhanden. Viele Leute meinen, dass man sehen muss, dass was passiert ist. Genau dann, wenn es keiner bemerkt, dass jemand dran war, ist es für mich eigentlich das Größte!
Zündkerzen und Akkus dürfen nach meinem Dafürhalten gern sehr modern sein. Sie sind ja auch Verschleissteile, die original von damals kaum erhältlich sind. Obwohl es schon toll war, die "Made-in-Germany-Glattschaft-Isolatorkerzen" in den Opel zu schrauben. Moderne Kerzen sind diesen alten Kerzen allerdings ebenfalls merklich überlegen.

Gruß Swen-Uwe

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Re: Eine Diskussion über Originalität - Meinungen zu einem streitbaren Thema.

Beitragvon XL4723 » Do 8. Jun 2017, 07:58

Genau das meine ich. Originalität ist wirklich toll, aber warum soll man Verschleißteile wie Zündkerzen und Batterien nicht durch bessere Neuteile ersetzen? Wie SU schon schreibt, haben die Säurebatterien definitiv Nachteile, die ich durch Gelakkus weitestgehend abstellen kann. Und sind wir mal ehrlich, mit einem schrumpfenden Markt für irgendwelche Teile sinkt auch oft die Qualität dieser Teile, was sehr gut auf das Beispiel Säurebatterien passt. Somit bekomme ich mit einer modernen Gelbatterie bessere und haltbarere Qualität fürs Geld. Hätte es damals auch schon diese Batterietypen als Alternative zu den Säureakkus gegeben, bin ich mir sicher, dass die Hersteller damals auch sofort zum Gelakku gegriffen hätten.

Und ja, auch ich habe meine "Leiche" in der Garage stehen, in Form meines IWL Berlin....der hat ja bekanntlich eine Powerdynamo-Zündung mit 12 V von mir bekommen. Aber ich bereu es nicht, ist halt mein persönlicher Frankenstein.
Gruß
Ronald




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