Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus Suhl

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Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus Suhl

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Sa 22. Mär 2014, 02:10

Vor kurzem bot sich mir eine Gelegenheit, etwas besonderes zu erwerben, ein frühes Simsonrad noch aus der Kaiserzeit.
Ich musste es einfach kaufen. Gerade weil in Ihm fast 100 Jahre Simsongeschichte stecken. Und so einem alten "Zeitzeugen" begegnet man ja nicht alle Tage.
Bekommen habe ich es als Fragment, aber die wichtigsten Teile waren alle soweit vorhanden, ursprünglich war es mal ein kompletter Fund, wurde jedoch zerlegt und so fanden die originalen Räder den Weg an ein anderes Rad aus der Zeit. Verbaut waren mal FuS Naben mit Wien Berlin Stempel ohne Jahresprägung, wie es sie von 1910-1916 gab. Da die originalen Achsen noch vorhanden waren liess sich das Fertigungsjahr auf 1915 datieren, wozu auch zurückgerechnet die Rahmennummer passt. Ich hab also den Rahmen erworben und eine Nachfrage beim Vorbesitzer ergab später, das der ursprüngliche Laufradsatz noch vorhanden ist, so das ich anhand gesendeter Bilder das Rad datieren konnte und die Möglichkeit hatte die eine oder andere Geschichte abzulesen.

Gefahren wurde es auf jeden Fall bis in die 30iger, was man daran erkennen konnte, das zB das Hintere Ritzel inklusive Freilauf von 1926 war und wol mal gegen das alte verschlissene getauscht wurde. Auch der Lenker ist aus dieser Zeit, bzw ein parr Jahre jünger, wie man an den Chromresten dort erkennen kann, wo mal Griffe saßen. Auch das vorn flache Bremsgestänge mit dem runden hinteren Griff ist typ. 30iger, früher waren sie hinten abgeflachter.
Dann später muss es wol sehr lange gestanden haben, worauf die Patina schliessen lässt.
Da das Rad einen eher "trockenen" gleichmäßig sammtigen Rostansatz hat, muss es wol anschließend sehr lange gestanden haben.
Hier die ersten Bilder und die Details des Rades.
Ich habe erstmal einen Wulstradsatz eingesteckt den ich noch hatte, das man es erstmal fahrbar machen kann.

Was mir auffällt:
-Sehr massive dicke Rahmenrohre
-fast faustdicke Glocken der Pedalarme
-Bandfeststeller links
-runde sehr dicke Rohre der hinteren Gabel
-recht großes Ritzel
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Grüße Maik

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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Sa 22. Mär 2014, 02:16

Beim glätten des Rostes mit feiner Stahlwolle, kahm so manch schönes Detail zum Vorschein :D .
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Sa 22. Mär 2014, 02:30

Mittlerweile bin ich auch wieder weitergekommen, ich hab den Rahmen geputzt und erstmal gewachst und beschlossen ihn so zu lassen, ich finde die abwechslungsreiche Oberfläche sehr schön und will das nicht mit Fertan vereinheitlichen. Mehr sollte man hier auch nicht tun, den Lenker werde ich etwas mit Stahlwolle anglätten und dann nur ölen.
Auch die Gabel bleibt so, da man hier sehr schön den Aufbau erkennen kann, denn früher wurden sie immer erst komplett vernickelt, dann oben und unten abgeklebt und lackiert, so das eine Nickelhaube und Nickelbeine übrig blieben. Die Patina verleiht dem ganzen einen sehr schönen alten Charme.

Immerhin ist das Rad ein Zeitzeuge und trägt, mehr oder weniger deutlich sichtbar, die Spuhren der Zeit, des Gebrauchs und der Nutzung mit sich und erzählt somit, seine eigene Geschichte.

Reifen hab ich elfenbeinfarbene Wulst genommen, die sehen wie weise vergilbte Kautschukreifen aus, wie es sie zu der Zeit noch gab.
Da ich den schönen Lampenhalter nicht verdecken will, auch um zu verhindern, das sich das leicht erhabene Motiv weiter abreibt, habe ich einen Achshalter genommen.
Die Lampe ist nur ein Beispiel, ich ersetze sie noch durch eine ältere Kerzenlampe.
Jetzt muss nur noch ne 5/8 Zoll teilvernickelte Kette ran, dann fehlen noch Holzgriffe, eine ältere Kerzenlampe wie gesagt und eine Winkelstütze inklusive Sattel aus der Zeit, der vorhandene war vom Leder her nicht mehr rettbar.
Zumindest die Decke muss ich tauschen. im Moment hab ich erst mal ein Provisorium dran.
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon XL4723 » Sa 22. Mär 2014, 07:50

Toll! dhs2 Wo findet man sowas?
Gruß
Ronald




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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Sa 22. Mär 2014, 09:00

Ich hab's aus Dresden, das lustige ist, das ich fast alle meiner zuletzt gekauften Räder aus dem Raum habe.
Grüße Maik

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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon Schollega » Sa 22. Mär 2014, 11:08

Was hat es denn mit der Kombination der Namen "Franklin" und "Simson" auf dem Steuerkopfschild auf sich?
Tolles Rad. So massiv, wie es aussieht, wird es ja bestimmt nochmal hundert Jahre alt. :-)

Grüße und viel Spaß. :-)
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Sa 22. Mär 2014, 12:06

Zu "Franklin" im allgemeinen:
Simson begann ja ab 1896 erste Räder zu bauen und zwar nach "englischem" Vorbild. Vielleicht hat man daher den Namen Franklin gewählt da er einen vornehmen Klang hat und ein qualitativ hochwertiges Rad verspricht.
Leider ist aus dem Museum auch nichts weiter zu erfahren außer das Franklin eben eine Nebenmarke war.
Franklin war also eine Nebenproduktion aus günstigeren Teilen, sowie Columbus. "Simson" Räder waren sehr teuer und um auch dem einfachen Mann ein bezahlbares Markenrad zu bieten hatten viele Namenhaften Hersteller eine günstigere Nebenmarke. Zumindest in Simson Katalogen sind Franklin Räder immer billiger.
Da Fahrräder in der Zeit Statussymbol und das Fortbewegungsmittel schlechthin waren und man ins FotoKabinett ging, um sich wenigstens einmal mit einem Rad ablichten zu lassen, auch wenn man sich keines leisten konnte, haben sich die günstigeren Räder dann wol doch besser verkauft. Denn kaum jemand hatte das Geld sich ein hochwertiges "Simson" zu leisten. Man hat dann wol erkannt das es sich lohnt mehr für weniger, als weniger für mehr zu verkaufen.
Zu den Kabinettbildern würde ich gerne etwas beitragen, hier ein typ. Foto einer Dame in ihrer besten Kleidung, vor gemaltem Hintergrund mit Fahrrad in der Hand, welches sicherlich nicht ihr eigenes war. Solche Bilder dienten der eigenen Representation, änlich als würde man heute am Strand oder vor einem Sportwagen posen...
Ich kenne eine Fotostrecke eines Bekannten Sammlers, bei dem ein Junger Mann zu sehen ist mit einem Fahrrad vorm Gasthof, kurze zeit später hat sich die gesammte Belegschaft mit ein und demselben Rad, jeder für sich, mal auf der Strasse ablichten lassen...
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Sa 22. Mär 2014, 13:42

So, da ich eine Lösung gefunden habe und nun immer ein Stück Gummi zwischen den Halter Klemmen kann, ist die Lampe nun nach oben gewandert, ich finde das dann doch besser.
Ich hab extra eine sehr verlebte Lampe genommen, die von der Patina her passt. Ist zwar eine französiche, aber hier tauchen die immer mal auf, vieleicht billiger Import damals.
Da die Feder der Schwebe nicht mehr vorhanden war, hab ich sie erstmal mit einer anderen Feder gängig gemacht, eventuell finde ich da aber noch was passenderes. Mir gefällt es aber so erstmal in jedem Falle.

Jetzt heisst es warten auf die Kette und die zweifarbigen Holzgriffe.


ps: der Rahmen hat einige Dellen, wie auf den Bildern zu sehen, die sich aber nicht auf die Stabilität auswirken, in 100 Jahren macht so ein Rad aber auch einiges mit...
Mir fällt da spontan ein Milchkannenhalter ein, der zu fest "angeknallt" war, denn auf beiden Seiten sind diese Plattdrückungen, ist nur eine Theorie zu ein em kleinen Teil seiner Geschichte...Irgendwas war da mal an den Rahmen geschraubt, ist änlich wie meist bei Gabeln zu beobachten, wenn diese mit zu fest verschraubten Dynamohalterungen platt gedrückt wurden --;)
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Natürlich darf auch dieses
kleine Special aus der Heimadstadt
des Rades nicht fehlen.
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon Doc Holliday » Sa 22. Mär 2014, 20:57

Maik,

kannst Du ein paar Bilder vom Sattel machen ???
Ich hätte noch einen alten SIMSON Sattel .... Mein Sattal auf dem Wanderer Rad färbt ab.

Sind die Reifen von RUBENA ? Ich hatte mit meinen nur Probleme.
Schrauben ist keine Kunst, es ist eine Lebenseinstellung

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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Sa 22. Mär 2014, 21:41

Hallo Doc, hier der Sattel. Der Kloben inkl. Befestigung fehlt auch.

Zu den Rubena, es gibt nur noch diesen Hersteller von Wulstreifen, zumindest kenne ich keine andere Fertigung, mit Ausnahme von Mayola fürs Schweizer Rad.
Ich finde die ok, sowal schwarz, rot und weisse. Ich hatte nur gute Erfahrung mit denen, allerdings muss man aufpassen beim Ventilloch in die Wulst schneiden, das man es nicht zu weit macht, sonst reissen sie durch.
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Sa 22. Mär 2014, 22:08

Mit der Lampe ist auch etwas passiert, ich repariere gern mit den einfachsten Mitteln, so wie man sich auch früher schon zu helfen wusste :D .
Ich hatte ja unlängst diese verlebte Kerzenlampe erworben, wo der Holspiegel nicht mehr vorhanden war, bzw die Nickelstelle total verrust und verdreckt war. Das Gehäuse ist aus Blech und mehrfach geschwärzt worden. Wie bekommt man die also wieder hell?
-man zerschneidet eine Chipsrolle und nimmt den Aluboden, dängelt ihn zurecht, poliert ihn und fertig, hell ists auch. :mrgreen:
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon Schollega » So 23. Mär 2014, 12:07

Das blendet ja fast. :-) Top Idee für eine Reparatur.
Grüße
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon Cloyd » So 23. Mär 2014, 12:58

Mehr Licht als ich dachte.
Dafür gibts dhs2


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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Mo 24. Mär 2014, 15:02

Das schöne und spannende an den alten Rädern ist oft die Teilesuche, meist ein richtiges Abenteuer, da man nie weiss was und vor allem, ob man überhaupt was findet.
Viele Teile werden seit ettlichen Jahrzenten nicht mehr gefertigt und sind sehr selten. Umso erfreulicher ist es, wenn man die Möglichkeit bekommt die gesuchten Teile in NOS zu erwerben.
Heute war wieder Weihnachten und Ostern gleichzeitig, denn ich hab für das Simson eine teilvernickelte Pallas bekommen, wie ich sie auch am anderen habe, natürlich neu.
Die zweifarbigen Ketten gefallen mir eh besser. Zwar kann man mittlerweile ein Fahrrad dafür kaufen, aber wenn findet man das noch.
Nun bin ich ein kleines Stück weiter auf meinem Weg zur Fertigstellung :-D
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Mi 26. Mär 2014, 20:32

Die Kette ist montiert, geölt ist auch alles und rund läufts auch. Die Griffe sind mal wieder super geworden dhs2 .
Damit ist das Rad wieder fahrbereit und von seinem Dornrösschenschlaf erlöst.
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon Doc Holliday » Mi 26. Mär 2014, 21:49

Geile Reuse Maik....

darf ich fragen was Du für die weißen RUBENA Reifen bezahlt hast ??? Im Netz finde ich riesige Toleranzen ...
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Mi 26. Mär 2014, 22:02

Ich hab 42 Euro fürs das Parr bezahlt. Günstiger bekommt man sie eigentlich nicht. Allerdings nicht über ebay sondern bei Prager, über altesrad.net
Grüße Maik

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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon Schollega » Do 27. Mär 2014, 21:23

Meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem Rad. Tolles Ding! dhs2
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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon bmwfzteam » So 13. Apr 2014, 13:57

Toll Maik was du aus dem ALTEN Rad gemacht hast :-3.
Vom ersten mal ansehen bis jetzt ein großes WAU.
Gefällt mir.

Gruß Frank dhs2

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Re: Simson Franklin, das 100jährige, ein frühes Zweirad aus

Beitragvon SimsonFahrradSammler » Fr 29. Aug 2014, 18:04

Ich grabe das Thema mal wieder aus, vor kurzem habe ich mir das Buch "Simson eine Weltmarke im Wandel der Geschichte zugelegt".

Dort sind unter anderem Zeitangaben und Infos zu den einzelnen Produkten erhalten.

Ab 1896 wurde ja mit der Produktion bekonnen, und zudem wurden : eine Stanzerei, eine Kaltwalzerei, eine Rohrzieherei, eine Gießerei und eine Härterei errichtet, die Simson den Aufstieg zu einem dr größten deutschen Fahrradhersteller machten. Die Produktionszahlen müssen schon daher echt hoch gewesen sein, bedenkt man allein die Waffenproduktion zu dem damaligen Zeitpunkt. Es heißt aber, das der Vertrieb der in großer Stückzahl der vertriebenen Räder meist über Großhändler erfolgte die eigene Schriftzüge und Embleme/ Wasserabziehbilder hatten. Aus diesem Grunde war der Bekanntheitsgrad nicht sehr hoch im Gegensatz zu den Waffen.

Vieleicht ist das die Erklährung warum die Räder so selten sind, denn viele sind nie als Simson ersichtlich im Umlauf gewesen.

Erst 1899 Hieß Simson offiziell Simson und CO Suhl durch Zusammenschluss mehrerer Werke.

1907 wurden Franklin und Columbus als Wortzeichen eingetragen sowie Esuco
1910 Astora
1911 Rennastoria
1913 Phoebus
1914 Titus
1918 Dreispitz
1919 Postbellum, Dreiklang, Dreigestein
1922 Supra, Neon, Simson-Supra
1923 Sauser, Simson-Sauser
1926 Stella, Eden
1928 Bonaventura, Automedon, Euphorion, Astoria, Autokrat, Benvenuto, Tachydroin, Confido
1929 Pirette
1930 S&C Waffenmeister
1931 Stellanova, Aquita

Vieleicht ist also jemandem schon mal etwas von Simson begegnet, was aber aufgrund einer anderen Markenbezeichnung, nicht als solches zu erkennen war.

In der Zeit nach der Inflation um 1924 wird eine Produktionszahl von 25000 Rädern im Jahr genannt.


Quelle: "Simson eine Weltmarke im Wandel der Geschichte" Seiten: 28,78,80,133

Das Simson Damenrad von Dunovice liegt über 700000, wenn ich also mit 25000 zurückrechne pro Jahr und um 1920 und davor mit ca 20000 dann wäre ich in etwa bei 1914+- ein parr Jahre. Leider lässt sich nichts genaueres herausfinden, es sei den ich suche beim Tretlager nach Stempeln.

Ich habe mir jetzt einen passenden 10er Jahre Lenker besorgt, mit direkt auf dem Schaft gelöteten Rohr, ohne Vorbau, in nach unten gezogener Form( sportl Zubehörlenker, wegen dem großen Kettenblatt) Es ist ein Columbus Sattel aus der Zeit dran und ich baue es auf, wie auf meiner Vorlage zu sehen.
Grüße Maik

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